Das große Brautkleider-Handbuch

Hochzeitskleider gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Damit Du dein Traumkleid besser findest, geben wir Dir einen nützlichen Überblick über die verschiedenen Silhouetten, Halsausschnitte, Kleiderlängen, Ärmeltypen, Stoffe und Farben von Hochzeitskleidern.

DIE WICHTIGSTEN BRAUTKLEIDERSTOFFE

Für Brautkleider werden meist edelste Materialien verwendet. Typische Brautkleider Stoffe unterscheiden sich durch Aussehen, Griff und Rohstoff. Dabei muss es nicht immer reine Seide sein. Kunstfasern können Naturfasern bereits sehr gut imitieren. Die Stoff-Art und das Ausgangsmaterial bestimmen dabei den Tragekomfort.

  • Doupion-Seide

    Dieses hochwertige Gewebe ist ausschließlich aus Seide. Charakteristisch für die Doupion-Seide sind die starken Garnunregelmäßigkeiten. Sie zeigen sich durch verschieden starke Fadenverdickungen auf dem Material. Doupion-Seide erhält dadurch einen Wildseidencharakter, obwohl es sich bei der verwendeten Seide um Zuchtseide handelt. Doupion-Seide ist ein sehr beliebtes Obermaterial, aus dem Brautkleider gefertigt werden.

  • Spitze

    Unter Spitze versteht man nicht nur die textile Fläche mit filigranen Mustern. Auch Spitzenbänder und Borten werden auf diese Weise bezeichnet. Häufig wird bei Brautkleidern Spitzenstoff verwendet, der mehr oder weniger transparent ist. Dabei hebt sich ein feines, oft florales Muster auf einem netzartigen Untergewebe ab. Spitze wird meist über einem glatten Oberstoff wie Doupion oder Taft verwendet und veredelt das Brautkleid mit dem feinen Aussehen.

  • Chiffon

    Ein Chiffongewebe ist meist aus Seide. Das hauchzarte, feine Gewebe ist eher steif und hat einen harten Griff. Der komplett transparente Chiffon wird oft mehrlagig verwendet. Drapierungen über dem eigentlichen Kleid können beispielsweise aus Chiffon sein. Außerdem eignet sich der Stoff für zarte Kleiderärmel.

  • Tüll

    Ein Tüllstoff zeichnet sich durch sein netzartiges Aussehen aus. Mehr oder weniger fein ist Tüll dabei transparent. Tüll wird aus einer Kunstfaser wie Polyester gewebt. Er eignet sich wunderbar als Drapierung auf dem Brautkleid. In mehreren Lagen kann Volumen erzeugt werden. Auch als Schleier bietet sich Tüll gut an. Dieses Gewebe hat eine gewisse Steifheit. Aus diesem Grund findet man Tüll auch in vielen Brautkleidern im Unterrock. Viele Tülllagen werden dazu verwendet, das Kleid aufzubauschen und eine a-linienförmige Silhouette zu unterstützen.

  • Satin

    Das Satingewebe zeichnet sich vor allem durch seinen Glanz aus. Dieser ist zu sehen, wenn Satin aus sehr feinen, glatten Fasern gewebt wird. Die stark glänzende Warenoberseite steht dabei im Kontrast zur eher matten Unterseite. Satinstoff, der für Brautmode verwendet wird, ist entweder aus Seide oder aus einer Kunstfaser wie Polyester. Satin kann der Oberstoff eines Brautkleides sein. Außerdem ist Satingewebe auch als Futter verwendbar.

  • Taft

    Ein Taftgewebe kann je nach Rohstoff fest und steif sein. Das Taftgewebe, welches für Brautmoden verwendet wird, hat ein sehr dichtes, feines Oberflächenbild. Taft ist in der Regel undurchsichtig. Im Vergleich zu Satin ist Taft schiebefest und glänzt weniger. Genauso wie Satin gibt es Taft als Obermaterial und als Futterstoff.