Die Namensänderung nach der Hochzeit kann sehr aufwändig sein. Da ist es wichtig, dass man sich bereits im Vorfeld gründlich informiert. Wir haben für euch die perfekte Checkliste für die Namensänderung nach der Heirat, damit ihr keines der zuständigen Ämter und Behörden vergesst.

Hier eine kleine Übersicht:

  1. Die Namenskombinationen
  2. Wie ist das eigentlich mit den Kindern?
  3. Das Organisatorische mit dem Papierkram
  4. Die Checkliste zur Namensänderung

Sehr praktisch: Der Rundum-Sorglos-Service von namens-änderung.de. Damit könnt ihr eure Namensänderung ganz unkompliziert und bequem von zuhause erledigen und spart euch den nervigen Papierkram – dazu weiter unten mehr…


Namenskombinationen – Frau Müller wird Frau Schmitt, oder etwa nicht?

Namensänderung
© Depositphotos.com/dmvasilenko

Über die Sache mit der Namenswechsel denkt man im Prinzip schon lange vor der Trauung nach. So manche Braut hat sich wahrscheinlich bereits ausgemalt, wie der Name des Verlobten ihr stehen würde. Den Nachnamen des Partners als gemeinsamen Familiennamen zu wählen scheint ist doch am nächstliegendsten. Ganz so einfach ist die Entscheidung manchmal dann doch nicht. Schließlich ist der Name, den man so lange geführt hat, ein Teil unserer Identität. Das möchte man meistens nicht so leicht ablegen.

Ein Glück, dass Frauen nicht mehr dazu verpflichtet sind, den Namen des Mannes anzunehmen. So bleibt mehr Spielraum für Alternativen und Kompromisse. Und wer weiß, vielleicht möchte ER am Ende sogar ihren Mädchennamen annehmen…

Und das sind die Möglichkeiten zur Änderung des Nachnamens:

  • Beide behalten ihren ursprünglichen Namen: Frau Müller und Herr Schmitt
  • Sie nimmt seinen Namen an: Aus Frau Müller wird Frau Schmitt
  • Er nimmt ihren Namen an: Aus Herr Schmitt wird Herr Müller
  • Sie nimmt einen Doppelnamen an, er behält seinen alten: Frau Müller wird zu Frau Müller-Schmitt oder Frau Schmitt-Müller. Er bleibt Herr Schmitt
  • Er nimmt einen Doppelnamen an, sie behält ihren alten: Herr Müller wird zu Herrn Müller-Schmitt oder Herrn Schmitt-Müller. Sie bleibt Frau Müller

Wie der Entschluss nun auch ausfallen mag: Wichtig ist vor allem, dass beide Ehepartner mit ihren künftigen Namen zufrieden sind. Wer sich trotzdem noch nicht ganz sicher ist, dem schlagen wir die altbewährte Methode „aufschreiben und täglich angucken“ vor. Mach euch ruhig etwas Gedanken darüber. Auch Pro- und Kontra-Listen können hilfreich sein. Schließlich entscheidet sich nun auch, wie eure Kinder später zum Nachnamen heißen werden.


Wie ist das eigentlich mit den Kindern?

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Ja, auch für den ungeborenen Nachwuchs des Brautpaares ist die Abänderung des Nachnamens relevant.

Habt ihr euch mit eurem Ehegatten für die Variante des gemeinsamen Ehenamens entschieden? So gibt die Person, die ihren Ursprungsnamen behält, diesen auch an die Kinder weiter.

Falls beide Ehepartner ihren Namen behalten, müsst ihr bestimmen, ob sie den Namen des Vaters oder der Mutter annehmen. Hierbei muss ein Familiennamen für ALLE gemeinsamen Kinder gewählt und spätestens einen Monat nach der Geburt eingetragen werden.

Habt ihr bereits Kinder, könnt ihr auch für sie eine Namensänderung nach der Eheschließung beantragen. Hierfür benötigt ihr zusätzlich die Geburtsurkunde des Kindes.

Ist euer Kind unter fünf Jahre alt, erhält es automatisch euren ausgewählten Ehenamen als neuen Geburtsnamen. Wenn euer Kind bereits älter ist, ändert sich der Nachname nur, wenn ihr eine ausdrückliche Anschlusserklärung darüber abgibt.

Je nach Alter des Kindes ist hierfür auch von ihm eine Zustimmung notwendig. Ab dem vollendeten 18. Lebensjahr kann euer Kind in diesem Fall durch eine eigene Erklärung seinen Nachnamen ändern.


Das Organisatorische mit dem Papierkram –  der unromantische Teil der Hochzeit

Namensänderung nach der Hochzeit Infografik
© Wunsch-Brautkleid

So eine Hochzeit bringt ganz schön viel Papierkram mit sich. Die Vernachlässigung dieser ungeliebten Aufgabe kann aber zu einigen lästigen Problemen führen.

Daher empfiehlt es sich, alle Amtsgänge gut zu planen und rechtzeitig anzugehen. Eine ausführliche Checkliste ist da sehr hilfreich, um die bürokratische Arbeit zu erleichtern. Alles aufgeschrieben, vergisst ihr keinen der Behördengänge.

Am besten geht ihr sie gleich nachdem ihr geheiratet habt an. Wollt ihr allerdings nach der Trauung direkt vereisen, ist es sehr wichtig, dass ihr die Benachrichtigungen dann direkt nach den Flitterwochen erledigt.

Zur Namensänderung Checkliste …


Antrag auf Namensänderung

Bei dem Antrag ist die Heiratsurkunde essentiell. Darum ist es sinnvoll, von ihrem Original mindestens zwei beglaubigte Kopien anfertigen zu lassen. Allerdings verlangen nicht alle Ämter und Behörden eine beglaubigte Version.

Nimmt am besten das Original immer mit und lasst es vor Ort kopieren. Wer Dokumente über dem Postweg verschicken möchte, sollte sich vorher telefonisch darüber informieren, ob die amtlich bestätigte Abschrift notwendig ist.


Die Namensänderung – Checkliste

Nun aber zu der Checkliste für die Namensänderung nach der Hochzeit. Hier sind alle wichtigen Anlaufstellen aufgelistet, bei denen ihr den neuen Nachnamen, den ihr angenommen habt, bekanntgeben müsst.


Checkliste Punkt 1: Das Einwohnermeldeamt

Als frischgebackene Eheleute ist das Einwohnermeldeamt eure erste Anlaufstelle. Mit der Heiratsurkunde werden dort der Personalausweis, der Reisepass und die Lohnsteuerkarte auf den neuen Namen geändert. Ihr solltet hier frühestmöglich die
Überarbeitung beantragen.

Bei dem Personalausweis ist es wichtig, dass ihr den Antrag persönlich stellt. Dies sollte unverzüglich nach der Eheschließung geschehen. Die Bearbeitungsdauer des neuen Ausweises beträgt in der Regel drei bis sechs Wochen. In einigen Fällen kann er auch schon früher beantragt werden und wird dann bei der standesamtlichen Hochzeit erhalten.

Um nach der Eheschließung auf dem Personalausweis euren Nachnamen ändern zu lassen, benötigt ihr folgende Unterlagen:

  • die Eheurkunde
  • ein beglaubigter Ausdruck aus dem Eheregister oder eine Bescheinigung über den Namenswechsel vom Standesamt
  • euer alter Ausweis
  • ein aktuelles biometrisches Lichtbild (in manchen Ämtern auch zwei)

Checkliste Punkt 2: Die Bank

Dokumente Hochzeit
© Esther Hildebrandt – Fotolia

Als nächstes solltet ihr euren neuen Ehenamen eurer Bank mitteilen und eine aktualisierte EC-Karte, sowie geänderte Kreditkarten beantragen. Bis diese den Empfänger erreichen, bleiben die alten Karten natürlich noch gültig.

Seid ihr bei mehreren Banken, kann je nach Anzahl eine detaillierte Auflistung auf der Checkliste helfen. So vergisst ihr keine.


Checkliste Punkt 3: Der Arbeitgeber

Es ist wichtig, auch eurem Arbeitgeber über euren neuen Familienstand zu informieren. Bei ihm ist ebenfalls eine Kopie der Heiratsurkunde abzugeben. Dies ist wichtig für die eigene Personalakte und zukünftig verfasste Dokumente. Eine nette E-Mail mit der Kundgebung eurer Heirat und dem damit verbundenen neuen Namen ist auch für eure Kollegen sinnvoll.


Checkliste Punkt 4: Die Versicherungen

Zunächst solltet ihr die Krankenversicherung über den geänderten Nachnamen unterrichten, sodass ihr eine neue Versichertenkarte bekommt. Auch hier gilt: Die Gültigkeit der alten Karte erlischt nach Erhalt der neuen. Auch alle anderen Versicherungen, wie beispielsweise die Haftpflicht, müssen von der Namensänderung erfahren.

Besitzt ihr gegebenenfalls neben den gesetzlichen Versicherungen auch private, solltet ihr diese ebenfalls auf eure Liste schreiben.


Checkliste Punkt 5: Die Kfz-Zulassung und der Führerschein

nach der Hochzeit
© David De Stefano 2007 – Fotolia

Wer ein Auto besitzt, muss auch die Fahrzeugpapiere – Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief – aktualisieren lassen. Hier benötigt ihr ebenfalls die Heiratsurkunde, sowie die weitere Unterlagen. Bitte denkt auch an euren Führerschein. Für dessen Überarbeitung braucht ihr euer Personalausweis oder Reisepass, sowie euer alter Führerschein, ein biometrisches Passfoto und eine amtlich bestätigte Abschrift der Eheurkunde.


Checkliste Punkt 6: Verträge

Wohnt ihr in Miete, dürft ihr nicht vergessen, eurem Vermieter Bescheid zu geben. Auch bei anderen Verträge ist eine Benachrichtigung notwendig. Dazu zählen beispielsweise euer Telefonanbieter, aber auch Gas und Stromanbieter.

Seid ihr eventuell in einem Verein tätig, solltet ihr auch diesen benachrichtigen.


Checkliste Punkt 7: Anmeldungen im Internet

Wer bei ebay, amazon, facebook und Co. angemeldet ist, muss auch dort eine Überarbeitung veranlassen. Dies geschieht in der Regel über ein Namensänderung-Formular, was ihr zusammen mit den erforderlichen Papieren auf dem Postweg einsenden müsst.


Checkliste Punkt 8: Sonstiges

Auch das Finanzamt ist eine wichtige Anlaufstelle, welche über den neuen Nachnamen unterrichtet werden muss. Auch die GEZ muss informiert werden.

Besitzt ihr noch weitere Ausweise, wie beispielsweise einem Organspendeausweis oder einem Bibliotheksausweis, sollten diese mit auf eure Checkliste stehen. Nutzt ihr womöglich Kundenkarten, wollt ihr die Läden eventuell ebenfalls in Kenntnis setzen.

Solltet ihr gegebenenfalls eine Zulassungsbescheinigung besitzen, ist es sehr wichtig, das ihr hier frühzeitig der öffentlichen Stelle Bescheid gebt.

Außerdem solltet ihr bei der Checkliste auch euren Briefkasten nicht vergessen. Vorübergehend könnt ihr auch beide Namen (den alten und den neuen Nachnamen) am Briefkasten angeben. Das gleiche gilt auch für eurer Klingelschild.


Der Rundum-Sorglos-Service von namens-änderung.de

Namensänderungen mit wenigen Klicks erledigen

Einige Namensänderungen, wie die in eurem Ausweis müsst ihr natürlich persönlich tätigen. Aber die Änderung bei Stromanbieter, Versicherungen, Krankenkasse und Co. kann namens-änderung.de für euch übernehmen. Dies ist meistens mehr Aufwand, als man vorher denkt – spart euch diese mühsame und zeitaufwändige Arbeit!

Und so geht’s: Mit nur wenigen Klicks könnt ihr bei namens-änderung.de alle wichtigen Namenswechsel abhaken, die ihr nicht selbst umsetzen müsst. Denn über 6.000 Adressen hat das Team hinterlegt, ihr wählt ihr lediglich eure Vertragspartner aus und namens-änderung.de verschickt die Mitteilungen über eure Namensänderung immer an die richtige Stelle. Im Durchschnitt habt ihr alle Rückmeldungen innerhalb von 2 Wochen und könnt die Aufgabe „Namen ändern“ abhaken!

Mehr Infos über namens-änderung.de


Die Namensänderung Kosten bei Behörden

Kosten Brautkleid
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Natürlich kommen durch die Namensänderung nach der Hochzeit weitere Kosten auf euch zu. Aber was kostet der Namenswechsel? Die Höhe der Gesamtkosten hängt von dem Arbeitsaufwand und der Anzahl an Ämter und Behörden ab, bei denen ein Wechsel eures Namens vorgenommen wird.

Für die Überarbeitung eures Personalausweises werden in der Regel 30€ erhoben. Seid ihr jünger als 24 Jahre alt, kostest es etwas weniger. Für weitere Änderungen, beispielsweise bezüglich der Online-Ausweisfunktion oder auch des PINs im Bürgeramt, können zusätzliche Kosten erhoben werden.

Auch beim Reisepass kommen pauschal etwa 30€ Kosten auf euch zu. Benötigt ihr ein Expressverfahren, werden ungefähr 30€ als Zuschlag hinzugerechnet. 

Für die Änderung eurer Fahrerlaubnis entstehen in der Regel geringe Kosten in Höhe von ungefähr 8-10€. Bei den Änderungen bezüglich der Kfz-Zulassung betragen die Kosten in der Regel um die 12€.

Kosten Hochzeit
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Neben der Namensänderung ist auch manches bezüglich der Krankenversicherung für die Paare wichtig zu beachten, da sie nun verheiratet sind. Mehr Infos dazu findet ihr in dem Blogartikel von Hochzeitsportal24 „Was ändert sich an der Krankenversicherung nach der Hochzeit?“.

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